Fast bei allen verändert sich vor der Periode etwas: Stimmung, Appetit, Brust, Bauch. Richtig den Alltag ausbremsen kann das bei 2–4 von 100, bei den anderen sind die Veränderungen milder, und man kommt damit klar. Diese Tage fallen in die Lutealphase, die zweite Zyklushälfte: Nach dem Eisprung kommt die Periode meist nach 10–16 Tagen.
Was passiert nach dem Eisprung?
Der leere Follikel, aus dem die Eizelle gesprungen ist, wird zum Gelbkörper. Er bildet Progesteron, und dieses Hormon bereitet die Schleimhaut der Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Die Körpertemperatur steigt um etwa 0,3–0,5 °C und bleibt bis zur Periode oben.
Wenn keine Schwangerschaft entstanden ist, bildet sich der Gelbkörper zurück, die Hormone sinken, und die Periode beginnt. Diese Zyklushälfte schwankt weniger als die erste, eine späte Periode bedeutet deshalb meist einen späten Eisprung. Wenn du Sex hattest: Die meisten Schwangerschaftstests funktionieren schon ab dem ersten Tag, an dem die Periode ausbleibt.
Warum bin ich vor der Periode wie ein anderer Mensch?
Das geht vielen so, nur unterschiedlich stark. Am häufigsten sind Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Tränen, Angst, Müdigkeit und schlechter Schlaf. Körperlich kommen Blähbauch, empfindliche Brüste, Kopfschmerzen, Pickel und Heißhunger vor.
Meist fängt es 1–2 Wochen vor der Periode an, öfter kurz davor, und lässt in den ersten Tagen der Blutung nach. Wenn sich das Zyklus für Zyklus wiederholt, bildest du dir nichts ein: Ärzte kennen PMS gut, und es lässt sich behandeln.
Was hilft durch diese Tage?
Vielen hilft regelmäßige Bewegung den ganzen Monat über, nicht nur an den schweren Tagen: zum Beispiel zügiges Gehen, 30 Minuten an fast jedem Tag. Geh ungefähr zur gleichen Zeit schlafen und steh zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende.
Koffein und Alkohol schränkst du an diesen Tagen besser ein. Wenn die Angst kommt, versuch langsam zu atmen: auf 4 zählen beim Einatmen, auf 6 beim Ausatmen. Bei Kopf- oder Brustschmerzen helfen Ibuprofen oder Paracetamol nach Packungsbeilage.
Wann ist es mehr als PMS?
Manchmal trifft es einen vor der Periode so heftig, dass Arbeiten, der Umgang mit Menschen und Beziehungen schwer werden. Das kann PMDS sein, eine schwere Form von PMS, und die lässt sich behandeln: mit Antidepressiva, Psychotherapie, Hormontabletten.
Wenn die Stimmung den ganzen Monat schwer ist und vor der Periode nur noch schlimmer wird, lohnt es sich, auf Depression und Angststörung zu schauen. Die findet man bei etwa der Hälfte derer, die wegen PMS Hilfe suchen.
Häufige Fragen
Warum habe ich vor der Periode so Lust auf Süßes?
Heißhunger gehört zu den häufigsten Anzeichen von PMS, du bist also ganz sicher nicht allein. Es hilft, alle 2–3 Stunden eine Kleinigkeit zu essen und langsame Kohlenhydrate zu wählen: Vollkornbrot, Getreide, Hülsenfrüchte. Ein Stück Schokolade ist dabei kein Verbrechen.
Warum passt eine Woche vor der Periode die Jeans nicht?
Vor der Periode hält der Körper oft Wasser zurück, daher der Blähbauch und die zusätzlichen Zahlen auf der Waage. Versuch, an diesen Tagen weniger Salz zu essen, und wenn die Periode anfängt, verschwindet das meist von selbst.
Ich habe kein PMS. Ist mit mir alles in Ordnung?
Alles in Ordnung: PMS hat nicht jede. Leichte Veränderungen bemerkt man vielleicht gar nicht, und PMS nennen Ärzte Beschwerden, die Monat für Monat den Alltag stören.
Kurz gesagt
- Notier jeden Tag deine Stimmung, dann siehst du deinen Rhythmus
- Beweg dich an fast jedem Tag 30 Minuten, den ganzen Monat
- Iss alle 2–3 Stunden eine Kleinigkeit
Quelle: NHS: PMS (premenstrual syndrome)
Der Inhalt dient Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung.
